[Trigami-Review]
Wir haben für Sie ein neues Produkt für die professionelle Autopflege getestet:

Das NKS – Nobelclean Set.
Diese Auto Lackpflege soll ganz ohne Wasser funktionieren. Also haben wir uns daran gemacht unser Auto zu polieren.

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Der Inhalt des Pflegesets besteht aus:

1 praktische Transport- und Aufbewahrungstasche
1 Zerstäuber mit 500 ml NC 1
1 Flasche mit 500 ml NC 31 (Lackreiniger)
3 Flaschen á 50 ml NC 11 (Vorreiniger), NC 51 (Lackversiegelung) und NC 53 (Lackversiegelung)
4 Mikrofaser Tücher (zum Abpolieren der Rückstände)
2 Mikrofaser-Pads (zum Auftragen der Nano-Versiegelung)
8 Baumwoll-Bonnets (zum Polieren mit dem Nobel Orbit
2 Mikrofaser-Bonnets (zum Reinigen des Lacks mit dem Nobel Orbit)
1 Nobel Orbit (die Poliermaschine)
1 Bedienungsanleitung & Pflegetipps für die Bonnets

Die Vorbereitung:

Das aufspannen der Mikrofaser-Bonnets erweist sich als schwierig. Der Gummibund ist sehr knapp bemessen. Das liegt aber daran, dass die Bonnets stramm auf dem Polierteller sitzen müs-sen.
Mit etwas Geduld lässt es sich jedoch meistern.

Die Anwendung:

Unser Test-Auto ist ein 14 Jahre alter Golf in schwarz-metallic. Der Zustand des Lacks lag vor der Aufbereitung etwa bei 4-5 (auf einer Skala von 1-6 im Schulnotensystem).  Bedingt durch das Waschen in Waschstrassen wird der Lack stumpf und weist feine „Waschhallenkratzer“ auf. Ebenso tiefere Kratzer hinter und um die Türgriffe von Fingernägeln und Autoschlüssel. Wir haben es also mit den Gebrauchsspuren an einem Alltagsauto zu tun.

Das Fahrzeug wurde vorher von grobem Schmutz befreit, um den Lack während des Polierens nicht unnötig zu strapazieren. Genau nach der Anleitung haben wir damit begonnen die Motorhaube mit dem Lackreiniger und dem Nobel Orbit (auf dem ein Baumwoll-Bonnet aufgespannt wurde) zu polieren. Mit leichten Kreisbewegungen haben wir den Lack  bearbeitet. Etwa 20-30 Sekunden auf einer Fläche. Anschließend haben wir die Überreste mit einem Mikrofasertuch abpoliert und Schritt 2 ausgeführt. Dieser besteht darin die polierte Fläche mit dem NC 51 dünn zu bestäuben und mit einem Mikrofaser-Pad zu „massieren“ bis keine Rückstände mehr zu sehen sind.

Danach haben wir mit den Kotflügeln, Türen und der Heckklappe, wie oben beschrieben, weitergemacht, denn der dritte Schritt, die Versiegelung NC 53 sollte erst 1-2 Stunden nach dem Auto Polieren und dem ersten Versiegeln ausgeführt werden. Das NC 53 soll die Standfestigkeit von NC 51 erhöhen.

Nach gut 2 Stunden ausgiebigen Polierens und Versiegelns haben wir die Scheiben und die Felgen mit der NC 1 Oberflächenveredelung und einem frischen Mikrofasertuch gereinigt. Was uns etwas zum Staunen brachte war die Tatsache, dass wir unsere Scheiben und die Felgen mit ein und demselben Produkt reinigen sollen. Die Scheiben wurden erwartungsgemäß schlierenfrei und sauber. Die Felgen ebenfalls schlierenfrei, jedoch nicht sauberer als vorher.
Zum Schluss haben wir den letzten Schritt ausgeführt: Die zweite Lackversiegelung fürs Auto mit dem NC 53.

Unser Fazit:

Pro:
Für den Nobel Orbit spricht sein geringes Gewicht und die beiden Haltegriffe die das Arbeiten erleichtern.
Ebenfalls sehr praktisch ist die Tasche in der alles bequem auf kleinstem Raum gelagert werden kann.
Die kostenlose Servicehotline unter 0800-776 0 777 ist auch Sonntags erreichbar und man wurde sehr schnell zurück gerufen, was so finden wir sehr Positiv ist.
Contra:
Es handelt sich bei dem Nobel Orbit um eine Art Exzenter-Schleifer der rotierend seine Arbeit verrichtet. Hierdurch entstehen sehr starke Vibrationen die schon nach den ersten Minuten sehr unangenehm für die Hände und die Unterarme werden.

Ebenfalls ist es ein reines Geduldsspiel den Nobel Orbit nicht zu feste auf den Lack zu drücken. Dies geschieht jedoch ganz automatisch bei tieferen Kratzern oder sehr matten Stellen. Bei festerem Druck geht die Umdrehungsgeschwindigkeit völlig in den Keller, was den Effekt des Autolack polieren völlig aufhebt. Dafür werden die Vibrationen umso stärker an den Anwender abgegeben.

Die Maximalgeschwindigkeit erreicht der Orbit lediglich, wenn wir ihm den Lack „zeigen“ ohne ihn tatsächlich zu berühren. Wir haben auch nicht die Möglichkeit einer Regulierung der Geschwindigkeit über ein Rädchen, wie etwa an einer Flex, um diesen Leistungsverlust ausgleichen zu können.

Wir waren mit dem Ergebnis mehr als unzufrieden, denn der Lack sah keineswegs besser aus als vorher. Einzig der Abperleffekt von Wasser nach der „Nano-Versiegelung“ war zu sehen. Von Glanz und entfernten Kratzern (wir meinen die leichten Waschhallenkratzer) nicht die Spur einer Verbesserung. Es sind keine Schleifpartikel in dem Lackreiniger um diesen Lackschäden zu Laibe zu rücken.

Die Sprühköpfe der kleinen Flaschen zerstäuben nicht richtig sondern lassen den Inhalt in Rinn-salen über die Finger laufen.

Alles in Allem ist das Ergebnis ungenügend. Wer erwartet für kleines Geld eine professionelle Fahrzeugaufbereitung zu bekommen, wird bitter enttäuscht. Hinzu kommt, dass der Inhalt der kleinen Fläschchen allenfalls für 2-3 Fahrzeugpflegen ausreicht.

Unser Bilder zum Test:

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